Wie google nicht nur den Journalismus verändert

Ein auch für alle Studierende lesenswerter (bzw. sehenswerter) Beitrag zum “10-jährigen” von google:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,OID4961950_VID4961612,00.html

In dem Beitrag wird vor allem die Oberflächlichkeit angemahnt, mit der Journalisten sich die Recherche einfach machen. Wer in google nicht (möglichst weit vorne) gefunden wird, existiert nicht und taucht dann auch in anderen Medien nicht mehr auf. Warum denn telefonieren, reisen, lesen, recherchieren, wenn die Welt doch fast wie von selbst auf den Schreibtisch kommt?

In der Wissenschaft haben wir das gleiche Problem. Immer und immer wieder mahnen wir Studierende an, sie mögen doch auch mal in die Bibliothek gehen und ein Buch von innen anschauen. Es gibt eben eine Welt, die nicht vom PageRank abhängt. Was in dem o.g. Beitrag auch dargestellt wird: Offline-Texte, die für eine Online-Ausgabe verwendet werden sollen, werden gezielt umgeschrieben. Kritische Schlagworte werden so gehäuft, dass diese von Suchmaschinen als wichtig erachtet werden und die Seite besser gerankt wird. Das ist für Studis doppelt gefährlich. Wer nur copy & paste kann, dem droht eh die 5,0. Wer nur online-recherchiert und dennoch selber schreibt, der hat evtl. nicht mehr das richtige (Text-)Gefühl für eine sachliche Offline-Schreibe. Und dann gibt’ Abzug in Sachen Ausdruck und Schreibstil …


Posted by Prof. Dr. Walter on Sep 08 2008 under Journalismus, Suchmaschinen



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