Aufklärungsunterricht in Sachen Werbung

Spießer Alfons fragt auf off-the-record, ob die InStyle-Werbemotive was taugen. Dieser kurze Beitrag versucht bei der Antwort zu helfen.

Zufällig hatten wir an der BA-Heidenheim ein studentisches Eye-Tracking Projekt, bei dem diese Anzeige mitgelaufen ist. Zwar war der Anzeigenvergleichstest auf andere Motive ausgerichtet, die InStyle Anzeige war in der Slideshow aber enthalten. Insgesamt wurden 12 verschiedene Anzeigenmotive je 7 Sekunden eingeblendet.

Die ungestützte Werbeerinnerung bei zugegeben nicht repräsentativen 15 Probanden lag bei 60%. Das ist schon mal was, liegt aber evtl. vor allem an den 10 Studentinnen, die das Heft wohl kennen. Das Hotspot Diagramm aus dem Eye-Tracking zeigt, dass vor allem das Gesicht, aber auch das Titelblatt gesehen werden - reicht immerhin für die o.g. Erinnerungsleistung.

Eye-Tracking InStyle

Die Kommunikationsleistung wurde für diese Anzeige nicht abgefragt. Ob der Text “Wie denn sonst?” aufgenommen wird ist aber dennoch fraglich. Ich persönlich bin ohnehin der Ansicht, dass die meisten tiefgründigen oder auch flachen Botschaften in Werbung nur ankommen, wenn sie auch bildhaft umgesetzt werden. Dementsprechend würde hier vielleicht die Verbindung von goldenem Kleid/Schuhen mit InStyle hängenbleiben.


Posted by Prof. Dr. Walter on Okt 21 2008 under Eye Tracking, Werbeforschung, Werbung




Ein Kommentar zu “Aufklärungsunterricht in Sachen Werbung”

  1. 2nd-interactive blog » “Eye-Tracking für arme” … sagt:

    [...] mal ausprobiert und zwar mit einem Werbemotiv, das ich auch schon einmal in einem studentischen Eye-Tracking Projekt mit dabei [...]

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