2nd-interactive blog
- KI schaut (im Gegensatz zu den Probanden) zuerst auf den kurzen Rock
- KI interessiert sich nicht für Gesichter, die Probanden beim Eye Tracking hingegen sehr
- KI schaut auf Hauswände und Geländer, echte Probanden hingegen kaum
- den echten Proband(innen) fallen auch die goldenen Schuhe auf, der KI nicht
- Beim Blick auf den Text schielt die KI knapp daneben
“Eye Tracking für Arme” …
… twitterte Kathrin Friedrich. Und verweist dabei auf ein Tool, mit dem man die visuelle Aufmerksamkeit analysieren könne. Ich habe das natürlich gleich mal ausprobiert und zwar mit einem Werbemotiv, das ich auch schon einmal in einem studentischen Eye-Tracking Projekt mit dabei hatte.
Bild 1: Eye Tracking; Bild 2: Möchte-gern Eye Tracking
Feng-Gui verspricht “Feng-GUI empower designers, advertisers and photographers to effectively analyze Attention and Attraction in visuals. Find out how people see your website, photo or ad and which areas are getting most of the attention. This artificial intelligence service simulates human vision during the first 5 seconds of exposure to visuals.”
In dem Eye Tracking-Projekt wurde die Anzeige 6 Sekunden eingeblendet, bei Feng-Gui sollen die ersten 5 Sekunden simuliert werden. Die Unterschiede sind gewaltig.
Fazit: künstliche Intelligenz ist noch nicht intelligent genug. Oder: wer sich (zumindest in diesem Fall) die Kosten für Eye Tracking sparen und Werbemittel mit kostenlosen Online-Tools optimieren will, haut ein Vielfaches in Form von Werbegeldern zum Fenster raus. Wer billig kauft, kauft zweimal.
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